Nothing comes from violence

Grafik Jean Julien Eiffelturm und Peace-ZeichenIf blood will flow when flesh and steel are one
Drying in the colour of the evening sun

Tomorrow´s rain will wash the stains away
But something in our minds will always stay.

Perhaps this final act was meant
To clinch a lifetime´s argument

That nothing comes from violence
And nothing ever could

For all those born beneath an angry star
Lest we forget how fragile we are

On and on the rain will fall like tears from a star, like tears from a star
On and on the rain will say how fragile we are, how fragile we are

On and on the rain will fall like tears from a star, like tears from a star
On and on the rain will say how fragile we are, how fragile we are
How fragile we are, how fragile we are

STING: Fragile

Atemlos durchs Konzert: Chorwochenende 2015

Chorwochenende: Zweimal im Jahr zieht sich CHORLONIA in Klausur zurück. Dann wird an Tönen gefeilt, an Intonation und Phrasierung gearbeitet und das Selbstbewusstsein im Tenor justiert. Diese intensiven Tage sind für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung, da in zweieinhalb Tagen der Stundenumfang von gut sechs Proben zusammenkommen können. Aber mit der schier unerschöpflichen Energie, Geduld und immer wieder guten Laune von CHORLONIA-Leiterin Alicja und der unerschöpflichen Sanges- und Diskussionsfreude des Chores wird so ein Ritt zum Kurzurlaub. (Fotos sind hier zu finden)

Atemlos durchs Konzert
In diesem Jahr nahmen die 27 CHORLONIATEN Quartier auf Gut Breibach im Bergischen Land Quartier. Kaum angekommen, ging es gleich mit apnoetischen Atemübungen ans Eingemachte. Wenn es schon nicht Atemlos durch die Nacht geht, dann wenigstens anaerob durch die Probe.

Stimmgruppenübergreifend beliebt: Hilfreiche Hinweise aus dem Tenor
Während CHORLONIA-Leiterin Alicja mit ihrer gewohnten wie geschätzten Mischung aus charmanter Autorität, angemessenem Anspruch und rheinisch-polnischem Frohsinn die charakterstarken Stimmgruppen durch die Untiefen von Vokalausdruck und Intonation führte, konnte der Tenor durch sachdienliche Kommentare und willkommene Hinweise zum Verbesserungspotential der künstlerischen Arbeit bei Bass, sowie Alt und Sopran seine stimmgruppenübergreifende Beliebtheit vertiefen. Wie überhaupt sich zeigte, dass der Tenor oft so subtil arbeitet, dass es sich eher auf die Tiefenmuskulatur des Chorkörpers auswirkt. Chor-Pilates sozusagen.

Apropos Klangkörper: Erfreulicherweise hat sich in den letzten zwei Jahren einiges in der Besetzung getan, so dass CHORLONIA sich mit engagierten Stimmen verstärken konnte. Wenngleich der Zulauf bei den Herren im Vergleich bislang überschaubar ist, kann dafür eine fast 100% Aufnahmequote festgestellt werden. Böse Zungen schlugen für die Herrenstimmen schon als Werbeslogan vor „Herzlich willkommen, wir nehmen jeden. Aufnahmekriterium: Vorbeikommen!“

Wenn weniger mehr ist: Wieviel mehr ist dann erst mehr?
Aus der eigenen Dynamik des Probenverlaufs ergaben sich am Wochenende sogar Einfälle zu Choreographie und Ausdruck, Positionen und Posen, Aufstellungen und Dramaturgie. Für CHORLONIA, die sich bislang auf die rein musikalische Arbeit konzentrierten (im Sinne von: Texte beherrschen, auch im Zustand der Verwirrung Souveränität vortäuschen und Orientierung mimen), ein neues Feld.  Von einer großen Mehrheit im Chor wegen ihrer komplexitätssteigernden Wirkung den antizipierten Auftrittsblackout mit Vorfreude nochmal aufladen.

So wunderte es wenig, dass die ein oder andere kürzlich vom Sopran in den Alt migrierte Stimme, sich beim Gewusel von alternierenden Aufstellungen auf einmal in der falschen Stimmgruppe wiederfand. Aber durch Smoorland-Technik („Die kleine Elke kann jetzt im Sopran abgeholt werden…“) und ein schnell etabliertes Mentorensystem, werden solche Irritationen zur willkommenen Belebung der Chor-Arbeit.

Wer singen kann, darf auch feiern
Neben allem Vokal-Drill kam aber natürlich auch das Gesellige nicht zu kurz: Beim Tischkicker wurden letzte Fragen geklärt und ein unerschütterlicher Kern von selbst nach 25 Jahren Chor immer noch zum Feiern wild Entschlossene überließen sich der Lotterie der in Tenor-Mathias Handy verfügbaren Titel. Das hielt neben vielen Begegnungen mit großen Werken des Grunge und Rock der 90er Jahre das Vergnügen einer live neu kuratierten Abfolge von Beatles-Songs bereit.

Derart zersungen, ausdiskutiert und durchgetanzt sanken die müden Häupter erschöpft in die Kissen – aber glücklich. Unterm Strich steht so, wie immer die Bilanz: Ein Leben ohne Chorwochenende ist zwar vorstellbar, aber sinnlos.

Collage: Chorwochenende Herbst 2015

 

Dem Tenor ist nichts zu schwor

Bei einem privaten Kneipen-Konzert begeistert SIX FEET OVER mit Queen, Nirvana und japanischem Wiegenlied. ////

Dem Tenor ist nichts zu schwor – auch nicht das Multi-Tasking. So wundert es wenig, dass CHORLONIA-Tenor Burkhard neben seinem Lieblingschor noch ein Lieblings-Ensemble hat: SIX FEET OVER nennen sich die drei Damen und drei Herren aus Ehrenfeld.

Bei einem privaten Brauhaus-Konzert im Lapidarium sorgten die Gruppe mit Jazz-Songs, Ghospel, japanischen Wiegenliedern und Titeln von Queen, Beatles, Joe Jackson und sogar Nirvana für famose Stimmung.

Der vollzählig anwesende CHORLONIA-Tenor verneigte sich vor der mnemotischen Höchstleistung des Kollegen, neben dem ganzen Pamparampam, das im Rahmen des CHORLONIA-Repertoires zu lernen ist, auch noch ein solches choreographiertes Programm zu bewältigen. Tonnerwetter!

SixFeetOver

Lifelong Learning

Unbenannt-10Auf ihrer neuen Internetseite bietet CHORLONIA-Leiterin Alicja Tutorials und Infos zu Atemtechnik, Stimmbildung und vieles mehr. ///

Wer eine Ahnung davon bekommen will, wie bei uns im Chor Stimmbandtraining, Zwerchfelldehnung, Lippengymnastik aussehen, wird auf www.gesangsstudio-koeln.de bedient:

Unter dieser Adresse veröffentlicht unsere Chorleiterin Alicja Informationen und Tutorials zu Grundlagen der Stimmbildung, Gesangstechnik, Atemführung und vielem mehr.

Mit ihren kurzen Video-Tutorials, die sie jeden Mittwoch auf YOUTUBE veröffentlicht, kann jeder im virtuellem Einzelunterricht vor dem Bildschirm viele Übungen nachvollziehen, die wir bei CHORLONIA etwa zum Einsingen machen: Vom kitzelnden Lippenstrudel, über prustendes SchnaufiSchnauf, zum leckeren Mn-I-Am-Mn-I-Am-Mn-I-Am.

Ordnung kann sein

Probenprotokoll 30.9. // IMG_9326Zu Beginn der letzten Probe ist ein revolutionärer Vorstoß zu vermelden. Tenor Fridolin behauptet, ein System entdeckt zu haben, mit dem sich Noten klar ordnen und schnell finden lassen. Dabei werden die Lieder nach Anfangsbuchstaben sortiert abgelegt.

Der auf den ersten Blick abwegige Ansatz wird von der Kommission für Qualitätssicherung im Tenor auf Plausibilität und Übertragbarkeit kritisch geprüft.

Nach einer wiederholten Körper und Stimme verbindenden Rhytmus-Übung, die den Chor teilweise an die motorisch-kognitive Leistungsgrenze führte, widmete sich Chorleiterin Alicja dem spannenden RUNNER.

Das Stück lebt von in den einzelnen Stimmgruppen stoisch wie präzise durchgezogenen Patterns, die gegen- und ineinander geschoben werden und einander überlagende Wellen ergeben. Zur geistigen Entlastung muss man sich dabei nicht viel Text merken. Status: Es wird.

Beim Feilen am Altbekannten FRAGILE stellte Alicja Alt, Sopran 1 und 2 in kurzen Einzeleinheiten solide auf. Als das Ergebnis dann mit- und nebeneinander erklang, konnte der Chor die immer wieder schöne Erfahrung des erfreuten Staunens über den schönen Klang machen. Am schönsten isses eben immer, wenn es schön is!

Probenprotokoll:
Summer in the City

Foto gelbe Luftmatratze in Pool: FreeImages.com/Stephanie BerghäuserDie erste Chorstunde nach den Sommerferien! Alle Kinder sind aufgeregt, die Freunde wiederzusehen und festzustellen, was man alles in sechs Wochen vergessen kann: Das Probenprotokoll vom 12. August! ////////Bei der ersten Probe nach den Sommerferien gab es Katharinas Einstandssekt zu genießen, sowie den sonnengebräuntesten Tenor westlich von Brück zu bestaunen. Zudem haben wir uns gefreut, eine neue Interessentin für den Sopran II zu begrüßen: Jung, sympahtisch, attraktiv – wie wir – schaute sie zunächst dem koordinierten Treiben zu.

Das neue Eingewöhnungskonzept für Chor-Aspiranten sieht nunmehr vor, dass InteressentInnen einmal zugucken. Wer dann noch nicht abgeschreckt ist, geht in der zweiten Runde direkt in den Sound-TÜV bei Chorleiterin Alicja, um musikalische NoNos schnell zu identifizieren und dann nach einer dritten Probeprobe die gegenseitige Willensbekundung für eine generelle Teilnahme einzuholen.

Ts, ts, ts: Beatbox-Alarm mit Klatsch und Stampf
Nach dem Einsingen machten wir uns an SOMEONE THAT I USED TO KNOW. Dabei musste die Chorleitung zu ergotherapeutischen Stampf-und- Klatsch-Übungen greifen, um den Rhytmus zu vermitteln. Wie mit “T”s und “P”s eine Hi-Hat und eine Bass-Drum zu simulieren sind, demonstrierte Chorleiterin Alicja. Der Chor wartet auf den Durchbruch und das Coming Out von Beat Box Boy Mathias aus dem Tenor! ZEIG DICH!

Chorisches Atmen und Stöhnen
Anschließend feilten wir an dem emotionalen Ghospel DEEP RIVER: Wie halten wir es mit den Impulsen und dem chorischen Atmen – nicht zu verwechseln mit dem chlorischen Alten (Wäre auch ein guter Chorname!) -, an welchen Stellen werden wir lauter oder leiser, wann seufzt der ALT und auch welche Töne eigentlich zu singen sind. Denn, das wird in der Musik oft vergessen: Die Qualität des Vortrags hat auch etwas damit zu tun, dass man sich lose an dem orientiert, was so ein Komponist auf dem Blatt notiert hat.

Sexismus, Merchandising, Arbeitskampf: Dritte Halbzeit im Rosenstock
Nach dem abschließenden UBI CARITAS und dem MANN IM SPIEGEL ging es mit Getöse in den Rosenstock, wo der Boden klebte, als sei gestern Weiberfastnacht gewesen und deren Personal und andere Gäste sich sichtlich gefreut haben, uns wieder zu sehen (BUZZ!). Dort befassten wir uns in gewohnt gemessenen Ton und strukturierter Form mit Themen wie Sexismus, Ausladungslisten und Merchandising für das Novemberkonzert.

Insgesamt muss festgestellt werden, dass der Tenor NAHTLOS an das Leistungsniveau vor der Sommerpause angeschlossen hat (Was auch immer das bedeutet). Im Übrigen hat quasi niemand über die Mühen des ersten Schultags und die Tatsache, bereits letzte Woche von 9 bis 17:00 am Arbeitsplatz anwesend gewesen sein zu müssen, geklagt.

Save the date: CHORLONIA Jubiläumskonzert

Foto: nazrethSave the date! Am Samstag, 21. November, lädt CHORLONIA zu einem besonderen Konzert: Mit dem Programm im Bürgerzentrum Nippes feiert CHORLONIA seinen sageundschreibe 25. Geburtstag.

Musikalisch wird es entsprechend quer durchs Repertoire gehen. Zahlreiche Freunde, Ehemalige und interessierte Zukünftige werden erwartet. Es wird viel Kölsch und wenig Reden geben. Mehr demnächst an dieser Stelle.

 

Das Singen der anderen II: Fete de la Musique

Der Sonntag stand im Kölner Rheinauhafen im Zeichen der Musik. Bei der dritten FETE DE LA MUSIQUE bot die zumeist öde abseits der Stadt liegende Investorenbüroarchitektur die Spielfläche für Rock-Bands, Jazz-Trios, Solo-Songwriter und unvermeidlicherweise auch: Chöre.

Bei dem weltweit zeitgleich in rund 340 Städten stattfindenden Musikfest treten alle Musiker kostenlos auf. Die 1982 in Paris erstmalig gefeierte Fete fand in Köln in diesem Jahr zum dritten Mal statt. Organisiert wird der Zinnober unter anderem von Freunden des Institut français Köln e.V. und dem Haus der deutsch-französischen Wirtschaft Villafrance.
RheinauHafen-2Wer genug Stehvermögen hatte, konnte unter den beeindruckenden Kranhäusern acht Chöre, Ensembles und Gruppen genießen. CHORLONIA war dieses Jahr zwar nicht dabei, aber die Arbeitsgruppe “Qualitätssicherung und -entwicklung im Tenor” fand sich im Publikum zusammen, um zu hören, was andere Ensembles präsentieren. Darunter so alte Bekannte wie HASTE TÖNE.

Auch bei den anderen Ensembles trafen wir auf ehamlige CHORLONIA MitstreiterInnen, etwa bei CHORTISSIMO, die es auf sich nahmen, um 14:00 den Nachmittag zu eröffnen. Der kleine Chor IMMERGRÜN beeindruckte mit einer guten Liedauswahl und feiner Choreo, der BECAUSE CHOR brachte ordentlich Schwung in die Bude, während SEVEN UP (hier auf den Bildern zu sehen) auch leise Töne wagte – trotz der schwierigen Akustik. Ein schönes Event, das Chor-Fans einen schönen Eindruck vom Singen in Köln bot. In den nächsten Jahren wird CHORLONIA bestimmt dabei sein!

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Mehr zu den Hintergründen und Programm: www.fetedelamusiquekoeln.de

Das Singen der Anderen

Der Juni winkt mit einigen Chor-Konzerten, auf die wir gerne hinweisen.

Wenn die Sängerinnen und Sänger von CHORLONIA nicht singen, grillen, Geburtstage begießen oder sich dem basisdemokratischen Debattenstrudel hingeben, lauschen sie auch gerne dem Wirken anderer Ensembles: Dann hört der Alt dem Sopran zu, der Bass dem Alt, der Sopran dem Bass und alle zusammen dem Tenor (#Wunschtraeume).

Aber es wird ja auch anderorten gesungen. In diesem Sinne an dieser Stelle ein paar Terminhinweise:

Der Kammerchor der Hochschule für Musik und Tanz Köln singt Donnerstag, 18.6. um 19:30 h in St. Georg (Waidmarkt, 50676 Köln). Auf dem Programm stehen “Ave Maria”, “O Sacrum Convivium” und “When David Heard”. Eintritt ist frei.

Das Bonner Vokalensemble lädt am Samstag, 20. Juni um 20 Uhr in Bonn-Endenich und am Sonntag, 21. Juni um 19 Uhr in Oberwinter zum Konzert. Es gibt deutsche Chormusik vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Bachmotetten, Brahms, Hildegard von Bingen und nicht zuletzt Hugo Distler. Eintritt: 10 €, ermäßigt 5 €. Weitere Informationen unter www.bonnervocalensemble.de

Wer schon immer mal mit einem professionellen Chor singen wollte, hat am Montag, 22. Juni die Gelegenheit: Unter Anleitung des Dirigenten David Marlow und des Chefdirigenten Stefan Parkman können alle Interessierten mit dem WDR Rundfunkchor eine Stunde lang schöne, lustige oder auch mal ernstere Lieder singen. Beginn ist um 18:00. Der Eintritt ist frei.

Am Freitag, 26. Juni werfen der Madrigalchor der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Figuralchor Bonn ihre Kräfte zusammen. Auf dem Programm in der Bonner Kreuzkirche stehen: Johann Sebastian Bach („Singet dem Herrn“), Ausschnitte aus „Missa Octo vocum“ (Hans Leo Haßler), Cantus Missae (Joseph G. Rheinberger), „Fest- und Gedenksprüche“ (Johannes Brahms) und „Messe für zwei Chöre“ (Frank Martin). Beginn ist 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Am 29. und 30. Juni stellen “Vocal Journey“, der Jazz-, Pop- und Gospelchor der Musikhochschule Köln, seine neuesten Einstudierungen im Rahmen von Semesterabschlusskonzerten in der “Alten Feuerwache” im Agnesviertel vor. Beginn an beiden Tagen jeweils um 20:00 h. Reservierungen (Karten zu 8,- €), sollten umgehend wg. sich bereits jetzt abzeichnendem Ausverkauf beider Veranstaltungen, dringend vorgenommen werden. Mail an stephangoerg@gmx.de

Last but not least an dieser dezenten Stelle schon der Hinweis: CHORLONIA wird am Samstag, 21. November (Ja, November! SAVE THE DATE!) sein epochales Konzert zum vierteljahundertlichen Bestehen geben (Ja, vier-tel-jahr-hun-dert!). Weitere Informationen folgen.